Eine Website ist wie ein Firmenwagen: Sie läuft lange ohne Zuwendung, bis sie es plötzlich nicht mehr tut. Website-Wartung sorgt dafür, dass dieser Moment nicht kommt. Dieser Artikel zeigt, welche Aufgaben dazugehören, wie oft sie anstehen und was Sie selbst erledigen können.
Die Kurzantwort: Website-Wartung besteht aus drei Bereichen. Technik: Updates, Backups und Überwachung. Inhalte: Öffnungszeiten, Preise und Ansprechpartner aktuell halten. Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung prüfen, wenn sich etwas ändert. Die Technik braucht einen festen Rhythmus, der Rest einen Blick im Quartal.
Die drei Bereiche der Website-Wartung
1. Technik
Der Teil, den man nicht sieht, solange er funktioniert. Dazu gehören Updates des Systems und seiner Erweiterungen, regelmäßige Sicherungen und die Kontrolle, ob die Seite erreichbar ist und schnell lädt. Bei WordPress ist dieser Teil am wichtigsten, weil veraltete Plugins der häufigste Weg sind, über den Websites gehackt werden.
2. Inhalte
Nichts wirkt nachlässiger als Öffnungszeiten vom vorletzten Jahr oder ein Mitarbeiter auf der Teamseite, der längst woanders arbeitet. Inhaltliche Pflege heißt: Angaben prüfen, die sich ändern können, und Links testen, die ins Leere führen.
3. Rechtstexte
Impressum und Datenschutzerklärung müssen zum aktuellen Stand Ihres Betriebs und Ihrer Website passen. Wenn Sie umziehen, die Rechtsform ändern oder ein neues Werkzeug wie ein Terminbuchungs-Tool einbinden, gehören die Texte angepasst. Im Zweifel hilft eine Anwältin oder ein Anwalt, dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Was wie oft ansteht
| Rhythmus | Aufgabe |
|---|---|
| Laufend | Erreichbarkeit überwachen, automatische Backups laufen lassen |
| Wöchentlich bis monatlich | Updates einspielen und danach prüfen, ob Formulare und Seiten noch funktionieren |
| Monatlich | Testanfrage über das Kontaktformular schicken, Ladezeit ansehen |
| Vierteljährlich | Öffnungszeiten, Preise, Team und Leistungen auf Aktualität prüfen, tote Links suchen |
| Jährlich | Backup probeweise wiederherstellen, Rechtstexte durchsehen, Domain und Hosting-Vertrag prüfen |
Der Punkt, der am häufigsten fehlt, ist der jährliche: Ein Backup, das nie wiederhergestellt wurde, ist nur eine Vermutung.
Hängt die Wartung vom System ab?
Ja. Bei einem Baukasten wie Wix oder Jimdo übernimmt der Anbieter die Technik, Sie kümmern sich nur um Inhalte und Rechtstexte. Bei einer eigenen WordPress-Website liegt auch die Technik bei Ihnen oder bei jemandem, den Sie beauftragen. Dafür gehört Ihnen die Website, und Sie sind an keinen Anbieter gebunden.
Eine dritte Möglichkeit ist das Mietmodell: Bei einer gemieteten Website sind Hosting, Updates und Backups in der Monatsrate enthalten.
Was Sie selbst machen können
Inhalte und die Testanfrage über das Formular kann jeder selbst erledigen. Dafür reicht ein fester Termin im Kalender, einmal im Quartal. Bei der Technik kommt es darauf an, wie sicher Sie sich im System fühlen. Updates einzuspielen ist nicht schwer. Schwierig wird es, wenn danach etwas nicht mehr funktioniert und der Fehler gefunden werden muss.
Als Faustregel: Wenn über Ihre Website regelmäßig Anfragen kommen, sollte die Technik bei jemandem liegen, der im Ernstfall weiß, was zu tun ist.
Was kostet Website-Wartung?
Persönlich betreute Wartung liegt am Markt meist zwischen 59 und 199 € im Monat, reine Update-Automaten gibt es ab rund 10 €. Die Unterschiede und worauf Sie bei einem Angebot achten sollten, habe ich im Artikel Was kostet WordPress-Wartung? aufgeschlüsselt. Was in einen schriftlichen Vertrag gehört, steht unter WordPress-Wartungsvertrag.
Meine WordPress-Wartung startet ab 59 € im Monat und ist monatlich kündbar. Sie deckt die Technik ab: geprüfte Updates, Backups mit externer Sicherung, Überwachung und einen kurzen Report pro Monat.
Häufige Fragen zur Website-Wartung
Was passiert, wenn ich meine Website nicht warte?
Eine Zeit lang nichts. Mit jedem ausgelassenen Update wächst aber das Risiko, dass eine bekannte Sicherheitslücke ausgenutzt wird oder die Seite nach einer Änderung beim Hosting nicht mehr richtig läuft.
Wie oft sollte eine Website aktualisiert werden?
Technische Updates je nach System wöchentlich bis monatlich, Sicherheitsupdates möglichst zeitnah. Inhalte sollten Sie mindestens einmal im Quartal durchsehen.
Ist Website-Wartung dasselbe wie Website-Pflege?
Die Begriffe werden oft gleich verwendet. Genau genommen meint Wartung eher die Technik und Pflege eher die Inhalte. In einem Angebot sollte deshalb stehen, was konkret enthalten ist.
Brauche ich Wartung auch bei einer kleinen Website?
Die Technik ist bei einem Onepager dieselbe wie bei einer großen Website. Der Aufwand ist kleiner, das Risiko veralteter Software aber gleich.
Fazit: ein fester Rhythmus schlägt gute Vorsätze
Website-Wartung ist keine Hexerei, sie braucht nur Regelmäßigkeit. Legen Sie fest, wer sich um Technik, Inhalte und Rechtstexte kümmert, und tragen Sie die Termine in den Kalender ein. Was Sie nicht selbst machen möchten, geben Sie ab.
Technik abgeben, Ruhe haben
WordPress-Wartung ab 59 € im Monat: geprüfte Updates, externe Backups, Überwachung.
Monatlich kündbar, auch für Websites, die nicht von mir stammen.




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